„Der Klassiker vor dem Rennsteiglauf“ - Ja, so darf er sich nennen! Mit 470 HM auf der Uhr ist er dem Halbmarathon am Rennsteig mit seinen 440 HM ebenwürdig. Außerdem gibt es einen 10 km Lauf und einen Schülercross über 2 km.
In der Früh fuhr ich nach Mäbendorf, der Halbmarathon sollte eine schnelle Trainingseinheit mit Höhenmetern sein. Sicher hätte ich auch in Leipzig einen Halb- oder Marathon laufen können, doch Städteläufe mag ich nicht, ich möchte in unseren schönen Mittelgebirgen laufen.
Nachdem ich meine Startunterlagen abgeholt habe, deponiere ich meine Sachen und gehe mich einlaufen. Pünktlich 10.00 Uhr fällt der Startschuss und ein kleines Läuferfeld von 90 Halbmarathonis setzt sich in Bewegung. Die Bedingungen können nicht besser sein, es sind 6 Grad und die Wege sind gut abgetrocknet. Der Veranstalter hat im Vorfeld gute Arbeit geleistet und die Wege auch an Stellen, wo es noch nass war, gut passierbar gemacht. Schon nach kurzer Zeit zieht sich das Läuferfeld auseinander, den größten Teil der Strecke laufe ich mit Volker Lange, den Präsidenten des Rennsteiglaufvereins. An den Verpflegungsstellen trinke ich regelmäßig, essen möchte ich nichts. Die Streckenposten rufen mir immer wieder zu „3. Frau“, ich freue mich und kann noch motivierter laufen.
Auf den letzten 3 km muss ich es etwas abreisen lassen, durch das lange, schnelle bergab laufen schmerzt mein Knie, ich nehme das Tempo raus, denn ich will ja morgen noch einen 37 km langen Trainingslauf laufen. Ich schaffe es, ich finishe als Dritte Frau den Halbmarathon und werde in meiner AK die Erste. Im Ziel interviewt mich ein älterer Herr von der Zeitung und möchte wissen wie ich auf den Lange-Bahn-Lauf gekommen bin und was mich bewegt als Leipzigerin hier zu laufen.
Nach dem Duschen esse ich noch eine echte Thüringer Bratwurst und stürme das unglaubliche Kuchenbüffet.
Es war ein anspruchsvoller und landschaftlich reizvoller Lauf. Einen Dank den Organisatoren.
Petra