Tag 1
Am Samstagvormittag reisen meine Freundin Birgit und ich im Sportpark an. Für mich steht heute noch ein letzter langer Vorbereitungslauf für den Rennsteiglauf auf dem Programm. Wir beziehen unser Zimmer, ziehen uns um und los geht’s. Ich laufe erst einmal alleine los, 4 km bergab nach Breitenbrunn, um von dort aus jeden Höhenmeter bergauf zu genießen. Birgit wird mich mit dem Rad auf meinen Lauf begleiten, sie kommt mir entgegen und reicht etwas zu trinken.
Weiter laufe ich Richtung Himmelswiese auf dem Kammweg. Die Laufstrecke ist sehr schön und nun nur noch leicht profiliert. Mit einer so lieben und aufmerksamen Radbegleitung vergeht die Zeit schnell, nach 27 km und 600 HM sind wir wieder im Sportpark angekommen. Die letzten Runden laufe ich mit Birgit auf der Tartanbahn aus. Am Abend nutzen wir unsere Schwimmzeit und lassen den ersten Tag ausklingen. Danke liebe Birgit, für die Radbegleitung, wunderbar, wenn man selbst nichts beim Laufen tragen muss!
Tag 2
Sechs Tausender zum Einstieg - 77 km 1450 HM
Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir unsere erste Radtour, drei Tausender wollten wir fahren und sechs sind es geworden. Unser Ausgangspunkt ist der Rabenberg auf 913 Metern Höhe. Wir radeln über die Himmelswiese, den Radweg 36 und die Skimagistrale auf den Spitzberg (1115 m). Wir erfreuen uns an einer kilometerlange Abfahrt auf dem Radweg 2002 um uns nun wieder zum Plessberg (1028 m) hoch zu arbeiten. Das Wetter kann schöner hicht sein.
Auf dem Plessberg lassen wir uns das Picknick schmecken, bevor es wieder bergab geht.
Über den Euregio-Egrensis-Radfernweg und dem Regionalradweg 2189 genießen wir die Auffahrt zum Spitzberg oben angekommen nehmen wir für die Abfahrt den Weg 2002 und fahren weiter nach Bozi Dar. In Bozi Dar biegen wir nach rechts ab und radeln die Auffahrt zum Keilberg (1243 m). Auf dem Keilberg essen wir Honigkuchen, Eis und trinken einen Milchkaffe.
Erholt und gestärkt nehmen wir nach eine rasanten Abfahrt den Fichtel Berg (1215 m) in Angriff, vorher steuern wir noch den kleinen Fichtel Berg (1205 m) an. Weiter führt uns der Weg Richtung Tellerhäuser, über den traumhaften Radweg „Altpöhlaer Str.“ an der Hundsmarterhütten fahren wir nach links und über die „Alte Fünfe“ rasen wir bergab nach Rittersgrün. Über den Kammweg arbeiten wir uns wieder aufwärts, über die Himmelswiese kommen wir wieder auf dem Rabenberg an. Auch heute lassen wir den Tag nach dem Schwimmen ausklingen.
Tag 3
Rabenberg – Rittersgrün – Unterbecken - Crottendorf – Oberbecken – Rabenberg 71 km 1495 HM
Der Hundsmartergust
Heute führt uns unsere Radtour über Breitenbrunn, Rittersgrün und die „Alte Fünfe“ bergauf. Den Skiwanderweg „Hundsmarterstraße“ folgen wir bis zur Roßbachhütte und den Hunsmartergust.
Der „Hundsmartergust“ ist im Erzgebirgswald allgegenwärtig um nach zuschauen, wie der Mensch mit der Natur umgehe und immer seine Abfälle mitnimmt.
Über den Wanderweg „Roßbachweg“ fahren wir eine herrliche Abfahrt bis an das Unterbecken in Obermittweida, weiter radeln wir Richtung Oberweisenthal, 3 km vor Oberwiesenthal entscheiden wir uns die Tour zu erweitern und möchten die Talsperre Cranzahl anfahren.
Bei der schnellen Abfahrt übersehen wir wohl ein Schild. Wir müssen uns neu orientieren, zu weit sind wir vom eigentlichen Ziel abgekommen, neuer Plan: wir fahren jetzt über Crottendorf zum Oberbecken. Nach einer langen Auffahrt genießen wir die Aussicht über den Stausee.
Nach einer kleinen Stärkung bei Cappuccino und Käsekuchen radeln wir wieder zum Sportpark.
Tag 4
3 Talsperren – 70 km 1500 HM
Wir starten wieder auf dem Rabenberg, dieses Mal geht es begab nach Johanngeorgenstadt, über die Grenze nach Potucky, erst fahren wir nach links, merken nach ca. 1 km dass die Richtung nicht stimmt, drehen um und fahren die andere Richtung aus Potucky raus.
Auf Tschechischer Seite radeln wir bis Jeleni. Das einzige Haus was wir dort sehen, ist die Pension mit Gasthaus. Heute ist es kalt und windig, das Wetter lädt nicht zum Picknick ein. Schnell sind wir uns einig, wir kehren hier ein, trinken einen heißen Tee und essen Gulasch mit Knödeln.
Frisch gestärkt und aufgewärmt radeln wir weiter. Über den Drei-Talsperren-Wanderweg und die Kammloipe erreichen wir unser erstes Zwischenziel – Carlsfeld – die Talsperre Weiterswiese, weiter geht’s den Drei-Talsperren-Wanderweg, den Carlsfelder Steig und den Muldenradweg an die Talsperre Eibenstock. Hier genießen wir den graniosen Ausblick über das Erzgebirge und den Stausee.
Eine rasante Abfahrt bringt uns wieder nach Wolfsgrün. Über den „Seitenflügel“ fahren wir zur Talsperre Sosa. Wir nehmen den Euregio-Egrnsis-Radfernweg ein paar Kilometer, dann biegen wir links nach Erlabrunn ab, wo wir uns noch den Klettersteig am „Nonnenfelsen“ anschauen. Von Erlabrunn arbeiten wir und die letzten 6 km wieder auf den Rabenberg hinauf.
Eine der schönsten Touren, die wir im Erzgebirge schon gefahren sind. Mit Sicherheit werden wir diese Tour noch einmal fahren.
Liebe Birgit, das war wieder ein gelungener Sporturlaub im wunderschönen Erzgebirge und du hast so toll durchgehalten auf unseren Radtouren. Danke!
Petra